Elternschule


Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren erweitert in Schleswig Holstein kostenlose Angebote für Eltern und Familien. Werden alle Eltern berücksichtigt?
Eltern mit einer Hörschädigung werden häufig über ihre Behinderung als Mensch wahrgenommen, aber nicht als Mutter und Vater. Nicht als Eltern, die die gleichen erzieherischen Schwierigkeiten und Fragen zur Entwicklung ihrer Kinder haben wie hörende Eltern. Man sieht sie als Gehörlose oder Hörgeschädigte, aber nicht als Eltern. Eine Elternschule für hörgeschädigte Eltern muss jedoch noch andere Inhalte berücksichtigen. Viele Fragen der Eltern sind zum Beispiel: Mein Kind kann hören und jetzt? , welche Sprache spreche ich mit meinem Kind, wenn meine Muttersprache die Gebärdensprache ist?, darf mein Kind später für mich dolmetschen?, was bedeutet Mutter- oder Vaterrolle, was sind meine Aufgaben?, wie erziehe ich mein Kind?, Grenzen setzen, aber wie?, ich verstehe die Elternratgeber nicht, wann muss mein Kind zum Arzt?, was passiert in der Pubertät?, wie sieht die hörende Welt meines Kindes aus?, die hörenden Großeltern wissen alles besser.
Elternratgeber sind in Schriftdeutsch verfasst, welches für gehörlose Personen eine Fremdsprache ist.
Viele Eltern sind vor allem beim ersten Kind sehr unsicher, hörgeschädigte Eltern eben auch. Der Unterschied besteht darin, dass hörenden Eltern der Austausch und die Zugänglichkeit von Informationen möglich oder zumindest einfacher sind.

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